Die japanische Kultur

Allgemeines

Die japanische Kultur besteht aus vielen, ineinander fließenden Schichten an Tradition, Religion, Kunst, Theater, Medizin, Architektur, Wertebewusstsein, Höflichkeitsregeln und Kriegskunst. Letztere wird hauptsächlich durch die Samurais praktiziert und wurde über lange Zeit verfeinert. Die Samurai sind eine eigene Kaste und besitzen bis heute in Japan ein sehr hohes Ansehen. Der Samurai lebt eine Art Ehrenkodex, zeichnet sich durch Loyalität aus, geht den Weg des Krieges, Bushido genannt, der aus Disziplin, Pflichtgefühl und Mut in allen Lebenslagen besteht.
Gerade die festen Traditionen wurden lange bewahrt und aufrechterhalten, bis sich die westlichen Einflüsse bemerkbar machten und die jungen und modernen Generationen mit den alten und traditionellen Generationen in Konflikt gerieten. Trotzdem wurde vieles der altehrwürdigen Traditionen bewahrt.

Ganz im Zen-buddhistischen Sinne wird alles zeremoniell und mit Liebe gehandhabt, sei es die Kunst der Kalligrafie, die medizinische Behandlung, sei es das Essen, das Teetrinken oder die Gartenarbeit. Im Zen-Buddhismus heißt es: esse, wenn du isst, schlafe, wenn du schläfst. Dies gilt auch für die japanische Kultur. Bedachtsam wird sich den Dingen gewidmet, wie exklusiv oder banal sie auch auf den ersten Blick erscheinen mögen.

Künste und Tradition

Wichtige Künste Japans sind Origami, die Papierfaltkunst, die Gartenkunst, sowohl in der Pflege der japanischen Gärten als auch in der intensiven Beschäftigung mit den Miniaturausgaben des Bonsais, und die Kalligrafie. Bekannt ist auch die Geisha, eine japanische Unterhaltungskünstlerin, die traditionelle Künste darbietet. Sie ist in den zuvor genannten Künsten geübt und muss für diese eine intensive Grundausbildung absolvieren.
Ausdruck der japanischen Kultur finden sich z. B. im No-Theater oder im berühmten Puppentheater Bunraku. Die Puppen sind dabei häufig fast lebensgroß und sehr aufwendig gestaltet, die Puppenspieler gehören zum Spiel dazu, treten also mit ihren Marionetten in Erscheinung. Häufig werden tragische Liebesgeschichten oder literarische Themen aufgeführt.

Harmonie und Heilpraktiken

Nicht nur die künstlerischen Traditionen bestimmen die japanische Kultur, sondern auch diejenigen, die sich um Gesundheit und Ausgeglichenheit der Seele drehen. In Japan glaubt man an die Einheit von Geist und Körper, an eine Harmonie, die grundsätzlich im Gleichgewicht sein muss, damit es dem Menschen gut geht.
Wichtig zu nennen ist Reiki (Reiki Stempel auf www.fokkebrink.info), eine typisch japanische und esoterische Praxis. Reiki ist eine Kombination aus den Worten rei, was Geist oder Seele bedeutet, und ki, die Lebensenergie, und ist Technik und Behandlung in einem. Hier wird die Energie im Körper gelenkt und gesteigert, damit Wohlbefinden möglich ist. Reiki ist dabei nicht irgendeine Energie, sondern die universelle Lebensenergie. (Reiki Stempel auf www.fokkebrink.info)
Reiki wird nicht nur allgemein praktiziert, sondern auch im Falle von Krankheiten. Hierbei werden die Selbstheilungskräfte aktiviert und die Energie von Körper und Geist harmonisiert.

In Japan gibt es Lehrer und Meister, die Reiki praktizieren und andere Praktizierende unterweisen, sogar ?einweihen? müssen. Eine der bekanntesten Techniken nennt sich ?Usui?. Das Usui-System beinhaltet drei Grade, die erreicht werden können, um ?heilende Energie? zu schöpfen und auch zu übertragen. Im ersten Grad wird der Schüler mit der universellen Lebensenergie vereint und lernt, sie mit den Händen zu übertragen. Der zweite Grad erfordert das Nutzen von Werkzeugen, die den Fluss der Energie verstärken und ermöglichen, über den Bereich des Mentalen bis ins Unterbewusste hinauszugelangen. Der dritte Grad ist der Meistergrad und bedarf langer Übung. Er ermöglicht das Weitergeben der Reiki-Praxis.
Durch Hawayo Takata wurde die Reiki-Praxis auch für den Westen vereinfacht. Sie war die erste Meisterin außerhalb Japans.


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